O Arzgebirg – ein Gedicht für die Heimat

Aktualisiert: 23. Aug.
Graue Fichten, rauschende Bäche, Anton Günther und Karl Stülpner: Dana Siegel hat ihre Liebe zum Erzgebirge in Worte gefasst.

Manchmal braucht es gar nicht viele Erklärungen, um zu beschreiben, was Heimat bedeutet. Manchmal reichen ein paar Zeilen.
Mit ihrem Gedicht „O Arzgebirg“ nimmt uns Dana Siegel mit durch Wälder und Täler, hinauf zum Fichtelberg und mitten hinein in die Geschichten unserer Region. Sie schreibt von einem „grünen Meer aus Wald und Moos“, von Bergbächen, alten Liedern und Menschen, deren Geschichten bis heute zum Erzgebirge gehören.
Auch Anton Günther und Karl Stülpner finden ihren Platz in ihren Zeilen – genauso wie dieses ganz besondere Gefühl, das wahrscheinlich viele kennen, die hier zu Hause sind.
Genau solche persönlichen Liebeserklärungen sollen im Generationenbuch ihren Platz bekommen.
Das ganze Gedicht zum Nachlesen und -fühlen:
O Arzgebirg
Wo graue Fichten gen Himmel ragen,
rauscht leis der Wind von alten Tagen.
Das Erzgebirge, wild und schön,
schläft sanft auf seinen kühlen Höhn.
Ein grünes Meer aus Wald und Moos,
gibt Schätze frei aus seinem Schoß.
Durch Täler murmelt klar und kühl
der Bergbach wild im Wellenspiel.
Vom Fichtelberg der Blick schweift
weitin eine stille Ewigkeit.
Am Felsen steht, im Nebelkleid,
die Schönheit dieser Heimatzeit.
Hier klingt das Lied von Anton Günther,
durch jeden Sommer, jeden Winter.
Er sang vom „Vugelbaarbaam“ fein
und strich das Lob der Heimat ein.
Und durch die dichten Wälder blickt
ein Geist, der uns bis heut verzückt:
Karl Stülpner, der das Wild erlegt
und armen Leuten Trost geprägt.
O Arzgebirg, du edles Land,
von Gottes reicher Künstlerhand!
Mit deinen Wäldern, Bach und Stein,
wirst du stets meine Heimat sein.

Kommentare